5 Fragen an: Christoph Becker

Kerstin SteinbergData & Tech, News, TeamLeave a Comment

5 Fragen an: Christoph Becker

Heute sprechen wir mit Christoph Becker – dem Chief Technology Officer (CTO) bei MountLytics. Seit Juli 2018 ist Christoph verantwortlich für die technische Entwicklung und Forschung der CRM-Lösung für Hoteliers. Christoph gibt uns Einblicke im Rahmen unserer Artikelreihe “Fünf Fragen an Menschen hinter den Kulissen von MountLytics”.

Geleitet von seinem persönlichen Motto “I make things happen”, ist Christoph’s größtes Bestreben, Probleme zu lösen. Für ihn gibt es keine erfolglosen Projekte, vielmehr sieht er die größten Herausforderungen bei unklar definierten Zielen, unzureichender Kommunikation und unrealistischen Planungen.

Seit über 15 Jahren ist Christoph stets im technischen Umfeld unterwegs – das reicht von der Entwicklung von Firewalls und Datenbanken, über Netzwerk-Sicherheit und dessen Optimierung bis hin zu agilen Softwareprozessen.

Mit Christoph möchten wir mehr hinter die technischen Kulissen schauen:

Die Digitalisierung beschäftigt die Hotelwelt. Du bist ursprünglich nicht aus dem Gastgewerbe – was ist Dein erster Eindruck, was sind die größten Herausforderung in der digitalen Transformation eines Hotels?

Christoph Becker: Wie auch in anderen Branchen sind die einzelnen Hotels oder Hotelketten unterschiedlich weit bei der Digitalisierung. Jüngst war ich am Gardasee in einem wirklich netten Familienbetrieb. Digitalisierung bedeutete hier, dass mit dem Gast auch per E-Mail kommuniziert wird. Buchungen wurden aber „wie immer“ mit Bleistift im Reservierungsbuch vermerkt. Sicher ist dies hier ein Extremfall. In den letzten Wochen habe ich aber auch andere Betriebe kennengelernt und gesehen, dass Digitalisierung dort zu einem Tool-Zoo geführt hat. Viele Hotels haben bereits eine Internet Booking Engine oder einen Channel Manager, sie bekommen Buchungen über OTAs und verwalten ihre Daten in einem PMS. Nun wollen sie Newsletter verschicken oder via WhatsApp mit der Kundschaft kommunizieren.

Die beiden großen Herausforderungen die ich sehe, sind das Entwickeln einer Digitalisierungsstrategie für jedes einzelne Haus und die Integration der einzelnen Tools. Die Integration dient allein dazu, dem Gast einen exzellenten Aufenthalt zu ermöglich. Das bedeutet, dass diese Tools eben auch dem Hotelier mehr Zeit für den Gast zur Verfügung stellen.

Digitalisierung ist kein Selbstzweck.

IT, Software-Entwicklung, Bits und Bytes, sind für viele Menschen Begriffe, die nicht greifbar sind. Für Dich ist es Alltag. Wie schaffst Du es, eine Software stets nah am Kunden zu entwickeln?

Christoph Becker: Mein Anspruch ist es, dass wir die Besten werden und das muss auch der Kunde merken. Und das geht nur mit dem Kunden. Zum Glück sind Hoteliers und deren Gäste greifbar. Ein Hotel kann man besuchen, erfahren, erleben. Bei früheren Arbeitgebern war es nicht immer so einfach, an den Kunden heranzukommen wie bei MountLytics.

Ich setze auf validierte Lernprozesse und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Was bedeutet das? Das übergeordnete Ziel eines Unternehmens ist, ein Produkt zu erstellen, Kundenbedürfnisse damit zu befriedigen und letztlich Geld dabei zu verdienen. Nicht das wir uns hier falsch verstehen, wie erfüllen nicht jeden Kundenwunsch. Ich möchte an Herny Ford erinnern, der sagte „Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt: schnellere Pferde.“

Wir bei MountLytics verstehen uns als Innovator, der dem Hotel auch bisher ungeahnte Dinge ermöglicht. Ein gutes Beispiel ist unser System, welches für erkannte Kundensegmente auslastungsabhängig Newsletterinhalte zusammenstellt und auch versenden kann. Hier haben wir Innovationen kombiniert, von denen die meisten Marketing Manager bis heute nicht einmal zu träumen wagten.

Christoph, Du nennst Dich gerne auch der “Problemlöser” – wo siehst Du die größten Schwächen in Unternehmen? Kannst du Unterschiede zwischen langzeit-etablierten Unternehmen und Startups ausmachen?

Christoph Becker: Oft habe ich gesehen, dass Dinge lange und ausgiebig in Unkenntnis über die Bedürfnisse der Kunden entwickelt werden. Die potentielle Kundschaft wird erst am Ende mit dem fertigen Produkt konfrontiert und darf dann entscheiden: Kaufen oder nicht. Das Unternehmen verschiebt damit das Entwicklungsrisiko an das Ende der Entwicklung, an den Punkt an dem das Geld bereits investiert ist. An diesem Punkt ist es immer zu spät, um etwas ändern zu können.

Etablierte Unternehmen haben im Gegensatz zu den meisten Startups genügend Geld, um einen langwierigen Entwicklungsprozess finanzieren zu können. Und das machen diese dann auch. Dort versucht man das Risiko mit noch mehr Planung zu beherrschen. Ein Startup muss aus den verschiedensten Gründen beweisen, dass die eigene Produktidee auch tatsächlich funktioniert. Dieser Beweis ist erbracht, wenn man zahlende Kundschaft hat. Damit ist der Innovationsdruck fast immer ein Teil der Startup-DNA.

Eine andere Schwäche, der ich begegnet bin, sind Strukturen. Unternehmen bauen mit zunehmender Größe Verwaltungsstrukturen auf, um den normalen Geschäftsbetrieb organisieren zu können. Ebenso entstehen Regelwerke, die dem Einzelnen wenig Spielraum für individuelle Entscheidungen geben. Das Phänomen ist bekannt; rufen Sie mal bei einem großen Unternehmen an, wenn sie ein Problem mit dessen Software haben. Sie können von Glück reden, wenn sie den Hersteller direkt und in der eigenen Sprache erreichen. Aber selbst dann sprechen Sie oft mit einer Maschine oder einem Call-Center Agent, der nur nach festen Regeln agieren darf. Für den Kunden ist das oft sehr frustrierend.

Ein Startup kann, wie ein gutes Hotel, die Probleme der Kunden meist sofort und auch unkonventionell lösen oder zumindest “die Schmerzen lindern”. Der Gast ist zufrieden und kommt wieder. So wie bei uns.

Was ist für Dich das Wichtigste in einem Team generell und besonders bei MountLytics?

Christoph Becker: Vertrauen und der unbedingte Wille zum Erfolg.

Eine Mannschaft muss darauf vertrauen können, dass jeder Einzelne alles dafür macht, um die Unternehmung zum Erfolg zu führen. Im Bergsport würden wir sagen, die Mannschaft ist eine Seilschaft. Jeder ist mit dem Gesamtsystem verbunden und leistet seinen Beitrag. Schwächen können kompensiert werden, aber jeder muss mitmachen.

Bei MountLytics trifft man nicht nur Bergsportbegeisterte wie Xaver und Bastian, man trifft auch auf den Erfolgswillen in der Mannschaft. Hier ist die Begeisterung spürbar, etwas zu schaffen, dass nicht nur uns als Unternehmen, sondern unsere Kunden und deren Gästen etwas bringt.

Und zum Schluß, verrätst Du uns, was für Dich Momente, Hobbies oder Ereignisse sind, um deine persönliche Work-Life-Balance zu finden?

Christoph Becker: Mit drei Kindern bin ich eigentlich ganz gut ausgelastet (lacht). Wenn noch Zeit bleibt gehe ich Klettern, früher mehr als heute. Meine Frau und ich sind auch gerne in besonderen Häusern zu Gast und lassen uns dort verwöhnen. Sightseeing, Sauna, gutes Essen und ein guter Wein – dafür bin ich immer zu haben.

MountLytics im Netz:

 

Unsere Artikelreihe „Menschen hinter den Kulissen“ von MountLytics

 

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