5 Fragen an: Xaver Wegmann

Kerstin Steinberg5 Fragen an, Data & Tech, TeamLeave a Comment

5 Fragen an Xaver Wegmann - Interviewreihe Blog

Heute treffen wir Xaver Wegmann für “Fünf Fragen an Menschen hinter den Kulissen” von MountLytics. Xaver ist Co-Founder und COO von MountLytics.

Xaver ist seit Beginn bei MountLytics dabei und steht voll und ganz hinter der Vision. Die Idee hat sich rasant weiter entwickelt. Wo zu Beginn “nur” Daten visualisiert wurden, steht heute eine CRM-Lösung, die Hotels den Weg zur Digitalisierung ebnet.

Xaver verantwortet hauptsächlich den Vertrieb, die Organisation des Produkt-Prozesses und das Personal-Management an beiden Standorten Eschborn und Leipzig. Sein Arbeitsalltag ist nie langweilig und alles andere als monoton. Seine Aufgaben sind sehr vielseitig. Er beschreibt es mit “Das operative Geschäft muss laufen. Wenn alles ohne Probleme läuft, habe ich meine Aufgabe gut gemacht.”

Laut EU-Digitalisierungsindex DESI, ist Deutschland Im europäischen Vergleich nur mittelmäßig digitalisiert. Wie siehst du diese Einschätzung? Was stellst du in deinem Alltag fest?

Xaver Wegmann:

Ich teile diese Einschätzung generell und würde die Situation aus meiner Erfahrung heraus so beschreiben: in vielen großen Firmen sind digitale Prozesse zusätzlich eingeführt worden, bzw. als Teillösungen in bestehende Prozesse integriert worden. Das hat meiner Meinung nach in den meisten Fällen zu Ineffizienz auf der einen, und zu Frust bei Angestellten auf der anderen Seite geführt. Im Bereich der KMUs fehlen oftmals schlicht die Kapazitäten – egal ob fachlich oder personell – um eine Digitalisierung voranzutreiben. Erschwerend kommen hier der Einsatz von veralteten Systemen und die fehlenden, an die Bedürfnisse der KMUs angepassten, Lösungen hinzu. Dementsprechend muss es ganz unterschiedliche Formen der Unterstützung für die Herangehensweise an die Digitalisierung geben.

Die Digitalisierung beschäftigt auch die Hotelwelt. Wie siehst du die Digitalisierung in der Hotellerie? An welchem Punkt ist die Hotellerie?

Xaver Wegmann:

Eines vorneweg: Hoteliers haben ein Tagesgeschäft, welches unheimlich fordernd ist und gute/r Gastgeber/in zu sein, verlangt absolute Höchstleistung – jeden Tag. Dafür habe ich den allergrößten Respekt! Generell zähle ich die Privat-/Individualhotellerie zu den o.g. KMUs.

Die Hotellerie ist in zweierlei Hinsicht eine “Geisel”. Erstens sind existierende IT-Lösungen aktuell meist eher Blocker als Katalysatoren für Innovationen, Digitalisierung und wirkliche Mehrwerte. Zweitens haben Dritte (z.B. booking.com, airbnb) den direkten Draht zu Gästen übernommen und geben nun den Takt an. Da ich nicht sehe, dass sich die vorhandenen Anbieter der wichtigsten IT-Systeme öffnen und den Hoteliers helfen, bleibt hier nur der radikale Schritt sich von diesen zu verabschieden. Das verlangt natürlich, sich mit aktuellen IT-Lösungen auseinanderzusetzen, was im Tagesgeschäft oft unmöglich erscheint. Aber ohne das, werden die Abhängigkeiten bald so groß sein, dass es kein zurück mehr gibt. Hier müssen viel mehr Informationen untereinander geteilt und Erfahrungen ausgetauscht werden. Die Herausforderungen sind vielleicht für die Marriotts dieser Welt zu bewältigen, ein einzelnes Haus hat es dagegen viel schwerer.

Somit habt ihr mit MountLytics einen Nerv der Hotelindustrie getroffen. Wie und warum bist Du dazu gekommen?

Xaver Wegmann:

Ich bin bei MapCase seit November 2013, ziemlich genau 5 Jahre. Damals gab es nur die App MAPtoSNOW. Ich kam frisch aus dem Masterstudium, bzw. einem anschließenden Praktikum bei der Unternehmensberatung Capgemini Consulting.

Das “Warum” lässt sich leicht erklären. Zum einen war es der persönliche Kontakt zu Bastian und seinem Bruder Dominik. Wir kennen uns aus dem Skiverein (WSV Hofheim) und teilen alle die Leidenschaft für das Skifahren. Zum anderen, war es die Chance in einer frühen Phase eines Startups einzusteigen, dass den Markt mit einer innovativen Idee “aufmischt”. Vom ersten Tag an habe ich viel Verantwortung übernehmen können und das Team steckt voller Charaktere. Da musste ich nicht lange überlegen.

Die Idee zu MountLytics in seiner ersten Version entsprang aus vielen Köpfen. Die Idee MountLytics spezifisch für die Hotellerie zu entwickeln und in diesem Markt den Einstieg zu wagen, haben Bast und ich dann ab 2017 vorangetrieben. Ich bin ein Mensch, der in im Herzen einen absoluten “Helferwillen” hat und der niemand etwas aufdrücken will. Durch die vielen Gespräche mit Hoteliers wurden wir in unseren Ideen wieder und wieder bestätigt. Ich habe hier seit Langem einfach das Gefühl, dass ich zu 100% hinter unseren Lösungen stehen kann, da sie unseren Kunden helfen!

Welche größten Herausforderung im Bereich Guest Relationship Management siehst du?

Xaver Wegmann:

Die größte Herausforderung ist sicherlich, dass in der Erwartungshaltung des Gastes ein maximal persönlicher und individualisierter Service gefordert wird – unabhängig vom Kanal. Sei es die persönliche Begrüßung beim Eintreffen, die Buchung, den Chat via WhatsApp vor der Anreise usw. Diese Herausforderung hört sich im Jahre 2018 lösbar an, doch der “IT-Flickenteppich” in der Hotellerie verhindert den freien Fluss von Daten und bremst die Möglichkeiten von Gastorientierten Serviceangeboten komplett aus. Hoteliers müssen ihre Infrastruktur hier auf einen aktuellen Stand bringen.

Damit einhergehend ist die Herausforderung, die Prozesse nicht daraufhin zu optimieren, so viele Daten wie möglich zu sammeln, um große Datenbanken und weitere Datensilos zu erhalten. Die Prozesse müssen stattdessen daraufhin optimiert werden, dass die Datenqualität für die wichtigsten Daten nahezu perfekt ist, und die Mitarbeiter im Hotel befähigt werden MEHR Zeit für das Pflegen der Beziehungen zu investieren als in standardisier- und automatisierbare Prozesse.

Und zum Schluß, verrätst Du uns, was für Dich Momente, Hobbies oder Ereignisse sind, um deine persönliche Work-Life-Balance zu finden?

Xaver Wegmann:

Wirklich wichtig ist die Zeit mit meiner Frau, meiner Familie und meinen Freunden. Während die Eintracht mich in den vergangenen 20 Jahren oft viele Nerven gekostet hat, ist sie aktuell einfach ein Ort für traumhafte (Europa-)Momente. Um auf mein sportliches “Level” zu kommen gehe ich regelmäßig ins Fitnessstudio und spiele noch aktiv Fußball. Etwas seltener, dafür umso lieber zieht es mich dann zum Mountainbiken, Wakeboarden oder Skifahren. Und so richtig abschalten kann ich am besten bei einer Wanderung in den Alpen.

 

MountLytics im Netz:

 

Unsere Artikelreihe „Menschen hinter den Kulissen“ von MountLytics

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.