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Willkommen im Team, Christian Badenhop!

Auf einen Kaffee mit dem neuen Head of Sales & Business Development und dem CEO Bastian Kneissl.

Auf einen Kaffee mit dem neuen Head of Sales & Business Development und dem CEO Bastian Kneissl

Christian, zuerst einmal ein herzliches Willkommen bei MountLytics! Möchtest du vielleicht erstmal kurz erzählen, was du auf deinem Weg zu uns schon alles erlebt hast?
Danke für das tolle Welcome! Kurze Vorstellung ?! Aber gerne doch! Auch wenn zu befürchten steht, dass ich mich in meiner Antwort verzettel‘.
Im Vordergrund stand bei mir schon immer die Leidenschaft für Hotels. Nach Ausbildung und operativen Wanderjahren in England, Frankreich und Deutschland, war aber schnell klar, dass ich im Vertrieb landen werde. Da habe ich die beiden führenden Hotelkooperationen kennenlernen dürfen: Leading Hotels und Worldhotels. Dadurch war ich immer sehr international unterwegs.
Technologie hat mich aber auch immer begleitet, zum Beispiel als ich für TRUST eine Internet-Buchungsplattform gebaut und vermarktet habe. Damals gab es noch nicht mal den Begriff “Startup” – aber das war eins! Meine letzten 4 Jahre habe ich mich dann sehr intensiv mit IT im Corporate Bereich beschäftigt. Meetago ist mittlerweile Marktführer der Buchungsplattformen für Meetings. Mein Ziel dort war also erreicht und so fand ich es an der Zeit, mal wieder was Neues zu machen. Und jetzt bin ich hochmotiviert hier!


Du hast ja schon einiges gesehen. Was war denn für dich der Grund, aus dem operativen Hotelgeschäft in die Welt der Technologie-Anbieter und final zu MountLytics zu wechseln?
Hotellerie hat auch was Technologisches, immer schon. Und diese Prozesse in einem Hotel zu optimieren begleitet mich seit Jahren. Ich kenne die kleinteilige Hotelwelt und möchte helfen, damit die richtigen Tools verwendet werden. Mein Netzwerk bestätigt, dass das eine notwendige Aufgabe ist.

 

Was hat sich denn deiner Meinung nach in der Hotelbranche am stärksten verändert im Vergleich zu deinem Berufsstart zu heute?
Früher gab es quasi keinen adäquaten 2-3 Sterne Bereich. Das ganze “Budget”  Segment ist neu und sehr lukrativ geworden.
Die “gehobene” Hotelwelt muss sich also wieder Gedanken machen, um persönlichen Service “am Gast” zu gewährleisten. Und als persönliche Randnotiz vielleicht noch soviel: das Steife in der 5 Sterne Hotellerie ist aufgebrochen, der gute alte Stresemann-Anzug ist nahezu verschwunden und auch der Concierge mit der Nickelbrille hat ausgedient.

 

Siehst du einen großen Trend in der Hotellerie für 2018?
Ja, alles “wird Cloud” und durch die Datenschutzvorgaben sind Hotels auf professionelle Beratung angewiesen. Und ein Trend wird sich auch in 2018 fortsetzen: Training, Training, Training der Mitarbeiter!

 

Und wo können die Leser unseres Blogs mit dir gemeinsam diese Trends diskutieren?
Highlight ist die ITB, die ja dieses Jahr wieder ab dem 7. März startet. Die wird auch immer mehr zur Plattform für Technologie – Halle 8 und 9 glühen quasi!
Ansonsten bin ich viel bei Veranstaltungen des GCB (German Convention Bureau) anzutreffen, aber gerne auch TIC (Travel Industry Club) und HSMA (Hospitality Sales & Marketing Association).

 

Wenn du gestattest eine letzte Frage im privaten Bereich: was sind denn deine Leidenschaften, wenn du nicht gerade in der Hospitality-Branche unterwegs bist?
Ich spiele Theater, semi-professionell aber sehr engagiert. Ansonsten schaue ich ständig Fußball oder gehe auf Rockkonzerte und Festivals.

Christian, vielen Dank für diesen Überblick!

 


Wer Christian online treffen möchte, findet ihn auch in den üblichen Netzwerken:

Außerdem finden sich hier zur Übersicht die oben genannten Veranstalter:

Daten sind nicht das neue Öl

Was Sie als Hotelier tun müssen, um die volle Energie aus Ihren Daten zu schöpfen.

Was Sie als Hotelier tun müssen, um die volle Energie aus Ihren Daten zu schöpfen

Hand aufs Herz – wie oft haben Sie in den letzten Wochen, Monaten, wenn nicht sogar Jahren gehört “Daten sind das neue Öl”?

Bei genauerer Betrachtung hält die Aussage aber der Wirklichkeit nicht stand. Wir möchten gerne analysieren, warum das so ist.

Warum sagt man überhaupt “Daten sind das neue Öl”?

Ursprung dieser Aussage ist die Bedeutung des fossilen Brennstoffs für die Entwicklung der Industrielandschaft. Als Energieträger hat Öl dafür gesorgt, dass Maschinen betrieben werden und Lieferwagen weite Distanzen zurücklegen können. Als Rohstoff für zahlreiche Kunststoffe ist es noch heute aus unserem Alltag kaum wegzudenken.

Öl hat dafür gesorgt, dass sich unsere Gesellschaft in einer zuvor nicht gekannten Geschwindigkeit entwickeln kann und dass der Wohlstand spürbar angehoben werden kann. Es sind Weltkonzerne entstanden mit großen Einfluss auf zahlreiche Wirtschaftszweige und direkt oder indirekt hängt vermutlich noch heute jede Industrie vom schwarzen Gold ab.

Deshalb wird die seit Jahrzehnten stetig wachsende Digitalindustrie gerne mit der Ölindustrie der vergangenen 200 Jahre verglichen. Der Vergleich hinkt jedoch, wenn man sich einmal einem anderen, wichtigen Argument zuwendet.

Warum diese Aussage nicht stimmt

Öl wird verbraucht, verbrannt und damit immer weiter verknappt. Und obwohl Recycling und Upcycling immer wichtiger werden, sind unserer Meere und Flüsse mit Plastik überlastet.
Daten dagegen werden mit der Zeit nicht weniger sondern immer mehr. Das Datenvolumen hat Experten erwarten, dass sich das Volumen weltweit von 16,1 auf 163 Zettabyte im Vergleich von 2016 bis 2025 erhöht. Also eine Verzehnfachung innerhalb 10 Jahren. Bei einer Zahl mit einundzwanzig Nullen. Das entspricht der Datenmenge von 40 Trillionen DVDs. Würde man diese dann aufeinanderstapeln, würde der Stapel 100 Mal von der Erde zum Mond reichen.

Sind Daten vielleicht eher erneuerbare Energien?

Was diese Zahlen ausdrücken wollen: Es gibt keine Verknappung sondern möglicherweise ein Überangebot an Daten – bisweilen eine reine Flut, die gebändigt und strukturiert werden muss.
Vielleicht lassen Daten sich also eher mit Wasser- oder Solarenergie vergleichen – sie sind mit großer Wahrscheinlichkeit noch langfristig verfügbar und erlauben es uns, daraus Wert zu schöpfen. Und zwar immer und immer wieder. Daten können auf vielfältige Weise kombiniert, analysiert und weiterverarbeitet werden. Ein und derselbe Datensatz hat für den Einzelhandel einen anderen Wert als für ein Hotel oder für die darin befindliche Gastronomie.

Mit den richtigen Tools können aber alle soeben Genannten Erkenntnisse für ihr Produkt und ihre Kundengruppe erlangen.

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Implikationen für den Umgang mit diesem nachhaltigen Rohstoff

Was heißt das für Sie als Anwender von digitalen Technologien in der Hotellerie? Sie wollen mit Daten als Treibstoff Ihres Unternehmens volle Fahrt aufnehmen. Deshalb haben wir hier ein paar praktische Tipps für Sie – immer mit einem Augenzwinkern in der Analogie zur gängigen Rhetorik der Ölindustrie.

Erschließen Sie saubere Quellen
Daten sind nicht nur Rohstoff Ihrer Verkäufe sondern Beziehungskitt zwischen Ihnen und Ihren Gästen. Sorgen Sie dafür, dass Sie Daten nur über legale Quellen erschließen. Das funktioniert am besten, wenn Ihre Gäste Ihnen die Daten selbst freigeben. Bieten Sie dafür im Gegenzug einen spürbaren Mehrwert. Wenn Sie über zweifelhafte Wege an Daten gelangen, riskieren Sie auch, dass Ihre Beziehung an Fahrt verliert.

Seien Sie Ihrer Umwelt zuliebe sparsam
In Anknüpfung an den ersten Punkt: Daten um der Daten willen zu sammeln wird Ihnen eher Probleme verursachen als Nutzen zu bringen. Daten sind immer nur so wertvoll, wie die Frage, die sie Ihnen stellen. Deshalb sollten Sie genau überlegen, welches Ziel Sie überhaupt verfolgen.

Sorgen Sie für hohe Qualität
Sie wollen mit Ihren Daten arbeiten können. Also müssen Sie dafür sorgen, dass Sie den Rohstoff so verfeinern, dass er Ihr Hotel auf Hochtouren laufen lässt. Oder wieder in technologischer Ausdrucksweise: Arbeiten Sie mit Technologien, die Ihre Daten bereinigen, sie logisch verknüpfbar und zugänglich machen. All das muss automatisch funktionieren, damit Sie sich darauf konzentrieren können, ein herausragender Gastgeber zu sein.

Recycling ist auch im Digitalen eine gute Idee
Nehmen wir an, Sie verwenden eine Liste mit E-Mail-Adressen, Vor- und Nachnamen um einen Newsletter zu versenden. Sie haben Ihr Ziel erreicht und Ihre Kunden informiert. Nun ist es Zeit, die dabei anfallenden Daten zu recyclen! Aus dem ursprünglichen Stammdatensatz lässt sich in Kombination mit neuen Erkenntnissen aus dem Mailing-Anbieter wieder neuer Wert schaffen – z.B. indem Sie Ihren Verteiler aufgrund von Klickverhalten themenspezifisch sortieren können.

Sichern Sie den Datenschatz im Sinne Ihrer Gäste
Sobald Sie mit Daten arbeiten, haben Sie Verantwortung gegenüber Ihren Gästen. Nicht spätestens seit der Gesetzgeber Vorschriften verschärft ist Vorsicht beim Umgang mit Daten geboten. Mehr noch: sollten Ihre Kunden jemals wünschen, in dieser großen Sammlung an Datensätzen nicht mehr auffindbar zu sein, benötigen Sie den Wegweiser, der Ihnen hilft den entsprechenden Datensatz zu finden und zu löschen.
Im Sinne Ihrer Kunden haben Sie die Aufgabe, Daten so zu sichern, dass sie nicht unbemerkt abfließen können oder bei Bedarf ganz gelöscht werden können.

Ausblick

In den kommenden Jahren und Monaten können wir diese Liste mit dem Zuwachs an Optionen und Technologien sicherlich noch um viele wichtige Punkte ergänzen. Bevor wir das tun ist es jedoch wichtig, die ersten Schritte zu gehen und den Treibstoff der Digitalisierung heute zu erschließen.
Sorgen Sie dafür, dass Ihr Hotel mit erneuerbaren Energien langfristig vorankommt und die Rohstoffe idealen Maße genutzt werden.

 

Unser neues Büro in Leipzig

Hier schlägt das technologische Herz von MountLytics.

Hier schlägt unser technologisches Herz

Seit Beginn des Jahres verfolgen wir bei MountLytics die Strategie, ein schlagkräftiges Team in Leipzig mit eigenem Standort aufzubauen. Während die ersten Arbeitsplätze im Co-working Space “Basislager” angemietet waren, folgte nun der Umzug in die eigenen Räumlichkeiten in der Waldstraße, im schönen Leipziger Waldviertel. In unmittelbarer Umgebung der Leipziger Fußballarena und nah an an der Stadtmitte sowie am Hauptbahnhof gelegen, freut sich das Team auf die kommende Zeit.

Warum Leipzig?

In erster Linie, weil es hier viele Talente gibt! Die Startup-Szene ist gut vernetzt, der Draht zu lokalen Universitäten und Hochschulen eng. Gerade im Bereich “Entwicklung” konnten wir viele hochqualifizierte Talente für uns gewinnen und so mit unseren Lösungen den nächsten Schritt machen.

Zweitens, weil Leipzig boomt. Die Stadt hat im vergangenen Jahrzehnt sehr vieles angestoßen und richtig gemacht. Wir wollen nicht in das mittlerweile standardisierte “Berlin-Bashing” einstimmen und können unsere Hauptstadt nur aus der Ferne sowie von regelmäßigen Terminen bewerten. Was uns in Leipzig auffällt, ist aber ein sehr energetischer Mix aus Kultur, Unternehmermentalität, wirtschaftlichem Aufbruch, Internationalität – wobei die Menschen noch sehr bodenständig, ehrlich und loyal sind.

Und drittens, weil wir aufgrund des Investments durch den Technologie Gründer Fonds Sachsen Commitment zeigen wollen, indem wir Arbeitsplätze in Sachsen schaffen.

Besuchen Sie uns!

Egal ob auf einen Kaffee, zum Co-Worken, oder für ein interessantes Gespräch: wir leben “Vernetzung”, nicht nur im Startup-Verband oder von Daten, sondern auch persönlich. Kommen Sie vorbei!

Weitere Infos über beide Standorte gibt’s auch im Kontaktbereich unserer Website.

 

Der neue Reisende

Der moderne Reisende sieht sich nicht mehr als Tourist – was hat das mit Ihrem Hotel zu tun?

Der moderne Reisende sieht sich nicht mehr als Tourist – was hat das mit Ihrem Hotel zu tun?

“Och ne, da sind zu viele Touristen”

Auf den Listen der Dinge, die die Urlaubsfreude am meisten trübt wollen, steht regelmäßig “andere Touristen” ganz weit oben. Einige Reise-Magazine messen sogar Jahr für Jahr die Schönheit eines Zieles an der geringen Menge anderer (deutscher) Touristen, die ebenfalls dort urlauben.

Immer mehr Reisende von heute wünschen sich authentische, besondere Erlebnisse und keine Pauschaltour von der Stange. Diesen Trend nennt man auch De-Touristification. Als logische Folge werden Orte, Restaurants und Events gemieden, die als besonders “touristisch” empfunden werden.

Dieser Trend wurde maßgeblich durch die digitalen Möglichkeiten beschleunigt. Eine Wandertour in die Schwedischen Wälder mit Gefahr, sich zu verlaufen? Kein Problem, man hat ja GPS und Navi in der Tasche.
Die neuesten hippen Cafés in Berlin, wo die lokalen Entrepreneure ihren Chai Latte trinken? Werden wahlweise auf Twitter mittels #Followerpower oder in den Tripadvisor-Hitlisten recherchiert.

Warum das Ihr Hotel-Business beeinflusst

Sie haben den logischen nächsten Schritt wahrscheinlich schon entdeckt: auch die Unterkunft soll das Bedürfnis nach Individualisierung beantworten.  Aktuell wird dieser Gedanke in der Hotellerie vor allem in der Produktpalette umgesetzt, z.B. indem gemütliche Gemeinschaftsbereiche die nüchterne Hotel-Lobby ersetzen und Gäste konsequent geduzt werden.
Das ist nicht zuletzt eine Antwort auf eine der bevorzugten Unterkunftsarten der De-Touristification, nämlich Sharing Angebote wie AirBnb.

Änderungen in der Einrichtung sind aber nur ein Bestandteil, um in der De-Touristification erfolgreich zu sein. Denn im Kern geht es aber vor allem um die Neuausrichtung Ihres Gastgeber-Images: Hotels können beim modernen Reisenden vor allem damit punkten, indem sie zu persönlichen Erlebnissen verhelfen.

Backpacker waiting for the train
Photo by Clem Onojeghuo

Wie Sie den Trend für sich nutzen können

Sie haben zwei wesentliche Voraussetzungen, um das zu tun.

Erstens Ihr Wissensvorsprung gegenüber Ihrer Besucher über lokale Angebote, die “abseits der ausgetrampelten Pfade” liegen. Werden Sie kreativ – sicherlich hat jeder Ihrer Mitarbeiter einen besonderen Tipp, den er oder sie gerne teilt.
Fangen Sie z.B. damit an, mit ihrem Küchenchef das „Rezept des Monats“ zu digitalisieren, welches Sie dann Ihren Gästen nach dem Aufenthalt versenden können. Oder fragen Sie die laufbegeisterten Mitarbeiter nach ihren Lieblings-Jogging-Strecken, welche Sie dann Ihren Gästen dann als Route empfehlen können.

Und zweitens wissen Sie Dinge über den Gast, die keine Suchmaschine wissen kann. Ihr Vorteil: der Gast hat den persönlichen Kontakt zu Ihnen, Sie können die Stimmung einschätzen, Rückfragen stellen und dann das richtige Erlebnis empfehlen.

Bauen Sie diesen Vorsprung nachhaltig aus und werden Sie langfristig erfolgreich. Halten Sie deshalb das Wissen über den Gast unbedingt in digitalen Profilen fest. Ein Grundstock aus Wissen, z.B. über Interessen und Verhalten generiert sich schon über die Daten in ihrem PMS.

Modernes Gastgebertum darf sich nicht darauf beschränken, neue Designs und hippe Bars in Hotels zu installieren.

Ihre Gäste möchten auch einzigartige Erlebnisse außerhalb Ihres Hauses. Und wer könnte besser die Tür dafür öffnen als ihr Gastgeber?

 

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Messaging im Tourismus

Warum der Wandel in der Kommunikation diese Branche besonders interessieren sollte  

Warum der Wandel in der Kommunikation diese Branche besonders interessieren sollte  

21,1 Mio Menschen nutzen Messaging Apps in Deutschland, die Prognosen sind weiter steigend und gehen von über 30 Mio in 2020 aus.
Beliebt sind dabei vor allem der Facebook Messenger und WhatsApp, die mit 1,3 Milliarden (Quelle) bzw. 1,2 Milliarden Nutzern (Quelle) weltweit auch international die wichtigsten Kanäle darstellen und über ein Drittel der Internetnutzer abdecken.

Besonders der Anbieter WhatsApp ist heute nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Für die 18- und 19-jährigen Deutschen ist es  Kommunikationsmittel Nr. 1, bei den 30-39-jährigen nutzen immerhin noch 69 % die App. Telefonie und SMS verlieren dagegen Anteile an die immer höhere mobile Datennutzung (Hier der Artikel dazu von Tourismus Zukunft).
Auch im Tourismus wird das Thema Chat-Kanäle immer wichtiger. Einige Regionen wagen sich in die “neuen” Kanäle vor und sprechen mit ihren Kunden über Chat.

Wir haben einen kleinen Test durchgeführt und mit elf Tourismusregionen gechattet. Unser Fazit wollen wir am Ende dieses Beitrags teilen.
Zehn Regionen haben wir dabei über WhatsApp angeschrieben, eine Region über deren eigene App.

Hier sind unsere Ergebnisse:

Auto-Reply? Leider ausbaufähig

Nur fünf Regionen haben uns eine Auto-Reply geschickt, um das Eintreffen unserer Nachricht zu bestätigen – also weniger als 50 %. Zwei Regionen haben immerhin sehr schnell reagiert und eine charmante Antwort geschickt – sei es als fröhliches Emoji oder mit einem “Hallo & schön, dass du hier bist!”. Nach Auto-Reply sah das nicht aus – dafür nach engagierten Mitarbeitern.

ABER: 4 Regionen haben auf unsere erste Nachricht nicht reagiert und uns mit der Anfrage in der Luft hängen lassen.

Das führt auch direkt zum nächsten Punkt: die Antwortzeit! Diese betrug im Durchschnitt 10 Stunden und 53 Minuten!
Die meisten Regionen haben für ihren Chat dieselben “Öffnungszeiten” wie die Tourist Information. Und sind damit genau dann NICHT für ihre Gäste da, wenn die traditionellen Kanal wegfallen.

Inhalt der Antworten

Hier ist uns noch etwas aufgefallen: In unserem Test haben wir eine Anfrage gestellt, bei der man wunderbar ein buchbares Angebot anbieten könnte: “Wann ist die beste Zeit für einen Wanderurlaub bei euch? Habt ihr einen Tipp für eine tolle Mehrtageswanderung?”
Gewünscht hätten wir uns: Angabe einer Saison plus Link zu einer oder mehreren Wanderungen und bestenfalls Vorschläge für eine Pauschale.
Die Erwartung nach der Saison wurde von zehn Anbietern erfüllt. Außerdem bekommen haben wir aber:

  • Links zu einer Wander-App, die man herunterladen müsste
  • Links zur allgemeinen Website anstatt einen Deeplink zu einer Wandertour
  • Das Angebot, bei Buchungsfragen anzurufen
  • Die Info zur Wandersaison aber ohne Wandertipps
  • Mehrmals das Angebot, Prospekte per Post zu schicken

Fazit: mutiger Start aber insgesamt ausbaufähig

Was sind die Vorteile von Chats?
Man holt die Gäste auf dem Kanal ab, wo sie sich wohlfühlen und gibt ihnen die Möglichkeit, auf einem bekannten Kanal persönlich zu kommunizieren.

Dass der Test mit Regionen durchgeführt wurde war nur exemplarisch. Denn das veränderte Kommunikationsverhalten der Gäste gilt für alle Teilbereiche des Tourismus. Egal ob Hotel, Region oder Skigebiet: wer mit seinen Gästen in Kontakt bleiben will, sollte diesen Kanal evaluieren. 

Um in die Königsklasse der persönlichen Kommunikation aufzusteigen, muss man aber ein paar Dingen noch den Feinschliff verpassen. Dafür geben wir gerne unsere Learnings weiter. 

Unsere Learnings

  • Intelligente Systeme, um auch außerhalb Ihrer Öffnungszeiten mit Gästen zu sprechen, werden in Zukunft immer relevanter. Chatbots sind nicht mehr Science Fiction sondern eine reale Option zu Gästekommunikation.
  • Es bedarf einem Konzept, welcher Inhalt Ihren Gästen wirklich weiterhilft. Will jemand, der über WhatsApp eine Buchungsanfrage stellt, wirklich Papierprospekte?
  • Man darf Mut haben, auf diesem Kanal zu verkaufen! Warum nicht eine Wanderpauschale anbieten, wenn jemand nach Wanderwegen fragt? Aber bitte charmant ;-)
  • Nutzen Sie Ihre Erkenntnisse aus den Gesprächen! Einfach mal anzufangen mit dem Chatten ist eine gute Vorgehensweise.
    Aber alles, was Ihre Gäste Ihnen im Chat verraten hilft, Ihren Service zu verbessern und dieses Potenzial sollte nicht ungenutzt bleiben.

 

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